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Willkommen in Lissabon – Portugals Hauptstadt am Tejo

 

Kein Eiffelturm, kein Big Ben, kein Kolosseum – weltberühmte Sightseeing-Ikonen gibt es in Lissabon nicht. Das ist kein Mangel: Die Stadt präsentiert sich als wahres Gesamtkunstwerk.

Mein Spaziergang beginnt im ältesten Stadtteil Lissabons, Alfama. Hier im Labyrinth der Gässchen kann man sich herrlich verlieren. Ich laufe hoch zum Castelo de Sao Jorge und genieße den Rundumblick. Auf den Zinnen des Kastells kann ich erahnen, warum gerade hier die ersten Siedlungen entstanden sind. Mit meiner Lisboa Card nutze ich die Tram 28 und ergattere tatsächlich einen Platz an einem der holzumrahmten Fenster dieser historischen Straßenbahn, die allseits beliebt und fast immer überfüllt ist. In Lissabon gibt’s, pointiert ausgedrückt, nur zwei Richtungen: bergauf und bergab. Das erfordert Kondition, hat jedoch den reizvollen Nebeneffekt, dass man immer wieder mit prächtigen Ausblicken belohnt wird.  

 

 

 

Von meinem Hotel ist es nicht weit zum Parque Eduardo VII. Hier startet die geführte Fahrradtour durch Lissabon. Entlang der Avenida da Liberdade, Lissabons Champs Élyseés, geht es mit Stopp am  „Rossio“ in die vergleichsweise junge Unterstadt, die Baixa Pomblina, kurz Baixa genannt. Sie wurde nach dem verheerenden Erdbeben von 1755 planmäßig wiederaufgebaut und gilt heute als einzigartiges Dokument der Architektur des 18. Jh.  Die Fahrt mit dem kuriosen Fortbewegungsmittel  Elevator de Santa Justa, der die Unterstadt mit der Oberstadt verbindet, sollte nicht verpasst werden.  Bei einem Espresso, portugiesisch „bica“ und Pasteis de Nata im Café Martinho da Arcada füllen wir unsere Akkus für die Weiterfahrt auf. Wir radeln gemütlich entlang des Tejo und haben stets den Blick auf die Hängebrücke Ponte de 25 Abril gerichtet, die oft mit der Golden Gate Bridge verglichen wird. Angekommen in Belém, sticht sofort das 140 Meter hohe Vasco-da-Gama-Denkmal wie ein Segel über dem Fluss ins Auge.  Auch wir gedenken des portugiesischen Seefahrers, der vor rund 500 Jahren den Seeweg nach Indien entdeckte. Während früher schwarz gekleidete Portugiesen oft melancholisch aufs Meer schauten, blicken sie heute trendy gekleidet und Handy am Ohr in die Zukunft. Spätestens seit der Expo 98 hat Lissabon der Welt gezeigt, dass sie modern und europäisch ist.

   

 

 

Lissabons Nachtleben lässt keine Wünsche offen. Das traditionelle Vergnügungsviertel ist das Bairro Alto. Ab 21.00 Uhr geht es los – an jeder Ecke locken kleine Bars und Kneipen  mit ihren Angeboten und überall draußen bilden sich Menschentrauben, denn viele trinken ihr Bier im Freien. Der Fado, ganz typisch für Lissabon, wird oft als sentimentaler Kitsch abgetan. Junge Nachswuchskünstler haben inzwischen diesem Weltschmerzgesang neue stimmungsvolle, leidenschaftliche Interpretationen verliehen.

Am Bahnhof Cais do Sodré steige ich in den Zug, in nur einer guten halben Stunde erreiche ich Cascais an der Atlantikküste. Ich schlendere am Marinehafen vorbei, mache ein Picknick an der Praia de Santa Maria, einem herrlichen kleinen Sandstrand und schaue mir die Felsklippen beim Höllenschlund an. Ein „Vieira de Sousa, Tawny Port“,  ein exzellenter Portwein, rundet das heutige Erlebnis am Meer genussvoll ab und ich reise zurück nach Lisboa. Meine Reisezeit für diesen Besuch ist leider vorüber. Bei meiner nächsten Entdeckungstour in und um Lissabon stehen das Hieronymus-Kloster und der Turm von Belém unter anderem ganz oben auf meiner Liste.

 

 

Ein Reisebericht von

 

Beate Neitzert